Passiveren

 

Verfahrensbeschreibung

Eine Alternative zu Chrom(VI)-haltigen Chromatierungen ist die Passivierung. Hierbei wird durch eintauchen der Werkstücke in entsprechende Elektrolyte eine Konversionsschicht erzeugt. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen, dass die Korrosionsbeständigkeit durchaus mit der Schutzwirkung von chrom(IV)-haltigen Chromatierungen vergleichbar ist.

Wir können ihnen sowohl eine Dickschichtpassivierung als auch eine Blau- Passivierung anbieten.

 

Kobaltfreie Dünnschichtpassivierung (Blaupassivierung)

In den bisherigen 3-wertigen Passivierungen für Zinkoberflächen war es bisher aus korrosionsschutztechnischen Gründen nötig einen gewissen Anteil an Kobaltsalzen zuzusetzen. Kobalt steht im Verdacht fruchtschädigend zu sein und weißt ein erheblich gesundheitsschädliches Potential bis hin zu kanzerogenem und mutagenen Verhalten auf. Seit dem 30.08.2010 hat die Europäische Chemikalienagentur (EChA) die für die Passivierungen relevanten Salze Kobaltsulfat und Kobaltnitrat auf die s.g. SVHC-Liste als Vorschlag zur Identifikation gesetzt. Am 15.12.2010 erfolgte dann die Höherstufung, was bedeutet, dass ein potentielles Verwendungsverbot für die genannten Verbindungen erwogen wird. Es ist verschiedenen Fachfirmen nun gelungen kobaltfreie Passivierungssysteme mit gleichem oder besserem Korrosionsschutz bei gleicher Optik zur Marktreife zu entwickeln. Wir selbst testen momentan unter Serienbedingungen eine solche Dünnschichtpassivierung. Die ersten Ergebnisse sind sehr zu unserer Zufriedenheit ausgefallen. Sollte sich dieses Verfahren als stabil erweisen werden wir es nach Abschluss der Testreihe in die laufende Serie übernehmen.

Anwendungsgebiete

  • Als Haftgrund für weitere Oberflächenbehandlungen wie z. B. Lackieren oder Pulverbeschichten
  • Automobilindustrie
  • Maschinenbau
  • Medizintechnik

Eigenschaften

  • Erhöhter Korrosionsschutz
  • Verringerung der Fingerprint- Empfindlichkeit
  • Veränderung des Aussehens